Corona-Krise

Mal kurz festgehalten:

Dass es unzählige Corona-Viren bei Tieren gibt, die bei zunehmender Zerstörung der Lebensräume der ursprünglichen Viren-Wirte rasch mutieren, auf Menschen übergehen und dabei auch sehr gefährlich und potentiell tödlich sein können, ist seit langem bekannt. Spätestens seit der SARS-Epidemie 2002/03 weiß man, wie es funktioniert. Seither haben die großen imperialen Player solche Pandemien inklusive aller jetzigen Maßnahmen mehrfach durchgespielt. Man rechnete sogar unmittelbar damit. 2007 ließ die Bundesregierung ein solches Szenario durchspielen, 2012 entwickelte sie eine weitere Studie für den Fall einer Corona-Pandemie. Noch Anfang 2019 warnten chinesische Forscher medienwirksam vor einem unmittelbar bevorstehenden Ausbruch.

Man ging bei all den durchgespielten Szenarien von einem weitaus gefährlicheren Corona-Vertreter aus, als es offensichtlich jetzt der Fall ist. Es wurde schriftlich festgehalten, dass nicht genügend Krankenhausbetten inklusive Personal vorhanden ist. Man rechnete im Jahr 2012 damit, dass so ein mutiertes Virus allein in Deutschland mehr als zehn Prozent der Gesamtbevölkerung töten könnte. Man musste also davon ausgehen, dass so ein mutiertes Virus, das um die Welt geht, wohl bis zu eine Milliarde Menschen auf der Welt töten könnte. Ein Virus, mit dem man rechnet!

Und trotzdem wurde das Gesundheitssystem seither weiter runtergespart und privatisiert. Noch 2018 wurden etwa 600 Notfallambulanzen geschlossen. Letztes Jahr erklärte die Bertelsmannstiftung, die auch Hartz IV ausgebrütet hat, dass auch die Hälfte heutiger Kliniken völlig genügten. Zudem strichen bzw. kürzten die imperialistischen Zentren die Gelder für beginnende Forschungen bereits kurz nach Ende der SARS-Epidemie 2002/03, und es gab keine neuen Mittel.

Auch der kapitalistische Plünderungsfeldzug nahm seinen Lauf, zerstörte immer mehr Lebensräume des Planeten, womit die Profiteure die Gefahr solcher Ausbrüche maximierten. Nur ein sichtbarer Beweis dafür ist Ebola, verursacht ebenfalls durch ein mutiertes und von Tieren auf Menschen übergesprungenes Virus, das bis zu 90 Prozent der Befallenen im bettelärmsten Teil des immer noch kolonialisierten Afrika jämmerlich innerlich verbluten ließ.

Man könnte daher sogar NOCH von Glück im Unglück sprechen. Denn SARS-COV-2 ist weit weniger gefährlich, als die Corona-Viren in den düsteren Prognosen. Und es ist sehr, sehr viel ungefährlicher als das Ebola-Virus. Aber jetzt spulen sie trotzdem fast eins zu eins die Pläne ab, welche die imperialen Ausbeuterstaaten in ihren Schubladen hatten. Man sperrt uns ein, nimmt uns alle Rechte, überwacht uns auf Schritt und Tritt, hält uns – auch von angeblichen „Linken“ bejubelt! – wie Nutztiere, und man lässt vor allem im ärmeren Teil der Welt die Menschen einfach krepieren – nicht nur am Virus, sondern vor allem am vollständigen Entzug der Lebensgrundlage.

Die Virus-Pandemie ist also ein (willkommener?) Aufhänger, um den ärmsten, aus kapitalistischer Sicht für die Profitmaschine überflüssig gewordenen Menschen den letzten Rest ihrer Lebensgrundlage gewaltsam zu entziehen, ja, sie zu töten, um das Kapital gewaltsam nach kapitalistischer Logik schlussendlich in ganz wenigen Händen zu konzentrieren – das big Monopol lässt grüßen. Und wir wissen ja: Die Profitmaschine ist auf immer weniger Lohnarbeiter angewiesen. Es werden immer mehr Menschen überflüssig werden.

Ja, es sind zuerst die Ärmsten, die Hungernden, die Unterernährten mit ihren geschwächten Immunsystemen, die sich keine Behandlung leisten können, die zuerst allen möglichen Krankheiten zum Opfer fallen. Das war schon immer so. Und ja, das sind jene Menschen, die auch zuerst an den Maßnahmen krepieren. Und wenn man bedenkt, dass fast die Hälfte der Weltbevölkerung unter den oft extrem gering bemessenen Armutsgrenzen der jeweiligen Länder von der Hand in den Mund lebt…

Aber klar, all ihr Reformisten, der Kapitalismus ist ja gar nicht so übel. Die deutsche Bourgeoisie muss bloß die Grenzen dicht machen, die Einwanderung kontrollieren, die Biodeutschen besser entlohnen, ein bisschen mehr „soziale Marktwirtschaft mit Ökostrom“ spielen, und schon ist alles geritzt, schon sind wir sicher trotz dank Klimawandel zunehmender Dürren, verdorrter Felder, sterbender Wälder. Klaro, so ein schöner „sozialer Kapitalismus“ kann auch jedes böse Virus an den Grenzen abhalten. Am besten, wir sperren uns alle in sterilen Bunkern ein, jedenfalls all jene, die sich dann die dafür fälligen überteuerten Mieten leisten können (Wer im letzten Absatz Ironie findet, kann sie behalten).

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